der Supergau - oder: bei mir läuft auch nicht immer alles super




Username: tinkabeere

Zwar nutzte ich diesen Namen zuvor schon privat für meinen Facebook-Account, allerdings begann im Mai 2013 mit der Anmeldung in der Schreibwerkstatt mein Autorendasein offiziell. Nur wenige Monate später bestritt ich erfolgreich meinen ersten NaNoWriMo, begründete meinen Blog "Teestube" (wenn auch damals unter anderem Namen), rief die Facebook-Gruppe "Writers' Inn" (ebenfalls unter anderem Namen) ins Leben, vernetzte mich in den folgenden Monaten und Jahren immer weiter mit Leuten aus meiner Szene, schrieb für das Schreibnacht-Magazin und lektorierte später auch in selbigem, wurde auf meiner ersten Buchmesse in Leipzig von Menschen erkannt, mit denen ich nicht einmal viel Kontakt im Vorfeld hatte, ließ meinen Künstlernamen auf meinem Ausweis eintragen, erschuf das Schreibmeer in einem nächtlichen Anflug von Größenwahn, belegte den Marketingkurs bei Annika, ... Kurz: ich sammelte immer mehr Erfolge und kann es selbst kaum glauben, was ich auf die Beine gestellt habe.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten. Ungern teile ich sie mit anderen Menschen, da ich es hasse zu jammern und bemitleidet zu werden. Ich konzentriere mich lieber auf die schönen Dinge im Leben, doch in den letzten Wochen ist so Einiges passiert, an dem ich euch teilhaben ließ. Allen voran warf mich das Ende einer Freundschaft ziemlich aus der Bahn. Es war nicht nur eine psychische Belastung, weil ich mich immer wieder fragte, warum und wie das passieren konnte, denn vor so ziemlich genau einer Woche streikte auch mein Körper und zeigte mir mit ziemlich unangenehmen Bauchkrämpfen, wie der Hase läuft.

Besonders schlimm war diese Erfahrung, weil eben genau mein Erfolg schuld an alledem zu sein schien. Ich bezeichne es ungern als Erfolg, weil man dafür hart arbeiten muss, denke ich. Was ich euch oben aufgeführt habe, ist alles automatisch passiert, weil es mir leicht fiel, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Ich war getrieben von meiner Neugier und meiner Leidenschaft für das, was ich tue. Genau wie ich mich nicht sonderlich für mein Abi (eher weniger aus Leidenschaft) und das Studium (eher mittelmäßige Leidenschaft dafür mehr Neugier) angestrengt habe. Ich habe es geschafft, aber hätte ich mich bemüht, könnte ich noch viel besser sein ... Wie auch immer - es schmerzt, mit Eifersucht konfrontiert zu werden, mit Neid, weil andere noch nicht das erreicht haben, was ich geschafft habe. Ich finde es so leicht und will auch andere zu dem verhelfen, was ich geschafft habe, zeige Wege und unterstütze und motiviere gerne ...

Und dann bekommt man eben jenen Schlag ins Gesicht.

Und darf sich mehrere Tage mit dem Resultat herumquälen. Mein Liebster bezeichnete mein Gebärden als "sterbender Schwan"; den Rest überlasse ich hiermit eurer Phantasie ...

Und genauso fühlte es sich auch an. Ich habe ernsthaft gedacht, ich müsste ins Krankenhaus. Ich konnte nicht richtig liegen, nicht einmal weinen oder irgendeinen geraden Satz denken geschweige denn aussprechen. Nur zwei Dinge wurden in mir laut: Einmal der Vorwurf an mich selbst, dass ich in gewisser Weise selbst schuld an dieser Situation war und dann, wie um Himmels Willen ich das meinem Chef erklären sollte. Und dann ist da ja noch das Schreibmeer und mein anderer Autorenkram in der Öffentlichkeit. Und der NaNo!

Gut, die Woche begann kacke und noch Tage später fühlte sich mein Magen nicht sonderlich gut an, als der eigentliche Supergau passierte. Das grandiose Finale der vergangenen Woche war der Verlust sämtlicher Dateien, die nicht primär auf meinem PC oder in der Dropbox gespeichert waren. Also alles außer zwei Romanprojekten, meinem nächsten Ratgeberprojekt und eben ein paar Schnipseln meines NaNo-Projekts.

Vor allem das riss ein riesiges Loch in die Trümmer meines bereits angeschlagenen Selbsts und zermalmte alles in mir. Ich habe ernsthaft für einen Moment gedacht, alles hinzuschmeißen. Das einzige, was mich diese Woche bei Laune hielt, war die Online-Autorenmesse. Genau zum richtigen Zeitpunkt. Und so tat ich wirklich nur das und ließ alles andere liegen. Kein Schreiben. Kein Schreibmeer. Kein Social Media. Alles lag brach ...


Warum schriebe ich darüber, wenn ich doch solche Dinge eigentlich ungern in die Öffentlichkeit trage? Damit Menschen sehen, dass auch bei mir nicht alles gut läuft. Dass Dinge passieren, die mich runterziehen. Dass die Zweifel an mir nagen. Aber dass ich nach einer Auszeit eben mit neuer Motivation zurückkomme.

Ja, es passieren Dinge, die extrem doof sind. Aber ich kann sie nicht ändern. Wie sagte Fitzek in dem Interview auf der Autorenmesse so schön: Stell dir vor, du bist eine Figur in deinem eigenen Roman und du schreibst über einen Autor. Würde alles gut gehen, wäre es langweilig. Wir wollen Figuren scheitern sehen, aber danach sollen sie gefälligst auch wieder aufstehen und weitermachen.

Genau das ist es, was den Erfolg für mich ausmacht. Immer wieder aufstehen, schauen, was da eigentlich passiert ist und dann frohen Mutes weitermachen.

Wenn Freundschaft zur Belastung wird - ist es dann noch Freundschaft?



Ich liebe Vorurteile und Erwartungen. Und zwar immer dann, wenn ich ihnen nicht entsprechen muss oder bewusst genau das Gegenteil mache. Ein Satz, der mir dazu immer als Beispiel einfällt ist: "Du hast einen Sidecut, du rauchst doch bestimmt." Er ist so oder so ähnlich bei einem Autorentreffen gefallen und hat mich prächtig amüsiert. Weil ich in der Hinsicht so überhaupt nicht dem Klischee entspreche.
Andererseits bin ich in meinem Autorendasein doch ziemlich klischeehaft: Ich muss neben meinem Schreiben einen Brotjob ausüben (glücklicherweise macht dieser mir sehr viel Spaß), weil ich vom Schreiben allein (noch) nicht leben kann, mich in meine eigenen Welten hineinträume, einem guten Wein nicht abgeneigt und hin und wieder bin ich gern allen. Ich habe auch nicht gerade viele Sozialkontakte, wenn man von den Autorenkollegen, die ich aus dem Internet kenne, mal absieht, gerade eine Handvoll Menschen, mit denen ich im echten Leben mehr oder weniger regelmäßig zu tun habe. Und es gibt nur einen Menschen, mit dem ich jeden Tag meines Lebens teile. Mehr brauche ich nicht, um glücklich zu sein. Außerdem liebe ich die Freiheiten, mit meinem Leben und meiner Zeit, anfangen zu können, was ich möchte.

Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass ich Menschen näher an mich heran lasse. Entfernte Bekannte werden zu Freunden, zu engen Freunden - egal über welches Medium. Ich vertraue neuen Menschen meist recht schnell viele Dinge über mich an - im Gegenzug frage ich selten, was in ihrem Leben passiert. Das ist eine Eigenart von mir, mit der wenige Menschen klarkommen, weil sie denken, sie interessieren mich nicht. Wenn jemand mir etwas erzählen möchte, denke ich, wird er es schon tun. Dadurch kann sehr schnell ein recht intensiver Austausch entstehen, den ich mitunter sehr genieße.

Irgendwann gelange ich an den Punkt, an dem mein Leben sich mit dem der anderen Person verflicht: man schmiedet gemeinsame Pläne, trifft sich und irgendwie gestaltet sich eine mögliche Zukunft. Ganz automatisch. Es fühlt sich zu Beginn doch gut an, sich einem Menschen anvertrauen zu können, meinem eigenen Leben zu erzählen - fernab von Social Media -, wenn alles noch neu ist. Außerdem liebe ich das Gefühl, wenn ich sie inspirieren und dazu motivieren kann, ihre Träume zu verwirklichen. Häufig komme ich mit "Fans" in Kontakt, schreibe mit ihnen, stehe ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Mit diesen Plänen gehen meistens auch Ansprüche einher, die man erfüllen möchte - oder soll ...

Wenn sich aus Fans und Bekanntschaften langsam eine Freundschaft entwickelt, ist es doch eigentlich total in Ordnung - oder nicht? Wenn dann aber Ansprüche an mich gestellt werden, ist dann der Punkt erreicht, an dem ich beginne, mich unwohl zu fühlen. Wie ich diesen Verlauf der Dinge ändern kann, habe ich leider noch nicht herausgefunden.

Ich weiß nicht, woran es liegt, oder wie ich es verhindern kann. Mein einziger Weg bisher: Fremde Menschen nicht zu schnell an mich heranzulassen. Nicht die beste Methode, wenn man sich auf diese Art distanziert Zudem bin ich ein extrem aufgeschlossener Mensch. Eigentlich möchte ich den Kontakt zu ihnen haben, aber ich komme mit diesen Ansprüchen an mich nicht klar. Ich fühle mich in die Ecke gedrängt und unter Druck gesetzt. Meistens merke ich es gar nicht direkt, sondern ich beginne ganz automatisch, mich zurückzuziehen. Ich distanziere mich, bin nicht mehr ganz so offen und rede nicht mehr so viel über mich selbst.

Genau das ist mir jetzt schon wieder passiert. Mit einem Menschen, den ich schon seit beinahe 15 Jahren kenne. Er ist mir zu viel geworden, ich kann seinen Erwartungen nicht mehr gerecht werden und das möchte ich auch nicht. Ich möchte ich sein können, ohne mich für andere zu verbiegen und wenn es bedeutet, dass ich nur mit einer Handvoll Menschen zu tun habe, dann ist es so. Wenn es bedeutet, dass ich Menschen gehen lassen und Freundschaften beenden muss, dann ist es so.

Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gern hätten - Ein Spruch, den ich auf einem Shirt trage, das ich bereits schon seit einigen Jahren besitze. Und er ist so wahr.
Dinge, die ich heute jemandem erzähle, erzähle ich morgen vielleicht jemandem anderen lieber, weil sich etwas geändert hat. Unbewusst hat mich dieser Mensch vielleicht unter Druck gesetzt oder Ansprüche an mich gestellt, die ich nicht erfüllen kann.
Mit einer Handvoll Menschen bin ich glücklich, denn genau die habe ich mir ausgesucht, weil ich sie in meinem Leben haben möchte. Und ich will nicht mit allen Mitteln an einer "Beziehung" halten, wenn sie mich belastet.

der Schweinehund wird zum Kuschelkätzchen



Vielleicht scheint es manchmal nicht so, aber auch in mir schlummert der berühmt-berüchtigte Schweinehund. Ich bin die Königin im Prokrastinieren und erledige eigentlich wichtige Dinge auf den letzten Drücker und kurz vor Schluss. Das ist manchmal unpraktisch, denn wenn einen dann kurzfristig etwas in die Quere kommt, kann es manchmal mehr als eng werden.

Durch Selbstversuche habe ich bereits festgestellt, dass man das Prokrastinieren sehr gut nutzen kann, um seine Produktivität zu steigern. Vor allem Studenten kennen es vermutlich, wenn in Prüfungsphasen die Wohnung glänzt oder mal eben schnell renoviert wurde xD
Den Schweinehund aber als kuscheliges Säugetierchen zu sehen, daran habe ich selbst nicht gedacht. Bis mir das Buch Limbi - Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn von Werner Tiki Küstenmacher über den Weg gelaufen ist.

Den Autor kannte ich bereits von dem Buch Simplify your Life, das ich verschlungen habe. Auch mit Limbi bekommt man sehr viele Anregungen für das eigene Leben anschaulich präsentiert. Je mehr ich über Limbi erfahren habe, desto mehr habe ich Dinge verstanden, die mich sonst eher verwirrt haben. Die vielen praktischen Hinweise werde ich definitiv auch anwenden und der unberechenbare Schweinehund ist jetzt eher einem süßen Kuschelkätzchen gewichen. Besonders interessant fand ich auch die Reise in die menschliche Vergangenheit und Entwicklung, was alles nachvollziehbar und verständlicher macht.

Mit hat dieses Buch richtig gut gefallen und ich kann es nur jedem ans Herz legen, der sich gern mit der menschlichen Psyche beschäftigt und seine Ängste, das Denken und die eigene Intuition besser verstehen möchte.

Zum Buch gibt es eine Webseite: limbi-welt.de

das Tief vor der Veröffentlichung



Ganz ehrlich: Am liebsten hätte ich alles hingeschmissen.

Unsere Anthologie #Gruselmeer ist gestern erschienen und doch war ich kurz vorher in so einer doofen Phase, dass ich am liebsten alles geschmissen hätte. Natürlich habe ich niemandem davon erzählt, denn was hätte es gebracht, wenn ich meine doofen Gedanken und negativen Gefühle mit ihnen geteilt hätte. Es war meine eigene, subjektive Welt, die mich runtergezogen hat. Und heute möchte ich euch ein bisschen davon erzählen. Genau genommen sind ein paar Geschehnisse der letzten Wochen der Grund, der mich wieder zum Bloggen treibt - genau wie unter anderem er mich vorher davon abgehalten hat, euch zu berichten, wie es mir gerade so geht.

Sicherlich kennen mich die meisten von euch als motivierten und immer gut gelaunten Menschen. Dass dies nicht 24/7-Zustand ist, brauche ich eigentlich nicht erwähnen - schließlich schlafe ich ja auch zwischendurch mal xD
Und ich habe es mehr oder weniger selbstredend zu meiner Lebensaufgabe gemacht, mit meinem Tun und Sein, andere Menschen dazu zu motivieren, ihre eigenen (Lebens-)Träume zu verwirklichen. Dabei investiere ich je nach Mensch unterschiedlich viel Zeit. Je nachdem, wie nahe mir dieser Mensch ist, kann er mich 24/7 erreichen, wenn die Situation es verlangt.

Nun gibt es da diesen Menschen, einen der wenigen aus meinem früheren Leben, dessen Lebensträum mich in den letzten Wochen und Monaten stark beschäftigt hat. Ich kenne ihn wie gesagt schon seit Jahren und ich weiß, dass er sich nichts sehnlicher wünscht, als diesen einen Traum zu verwirklichen. Nur hat er nicht die ausreichende Motivation, ihn zu verwirklichen. Mein Helfersyndrom sprang an. Klar stand ich mit Rat und Tat zur Seite, hörte stundenlang zu, was nicht so cool läuft und wie es seiner Vorstellung nach besser laufen könnte. Wir planten auch gemeinsame Projekte, die aus beiderseitigen Zeitgründen noch nicht realisiert werden konnten. Wir träumten gemeinsam und ... seine Probleme wurden nach und nach zu meinen Problemen.

Ich glaube, wenn man wirklich etwas will, dann kommt irgendwann der Punkt, an dem man es einfach tun sollte. Es gibt nichts mehr zu überlegen, nichts mehr zu bedenken, wenn alles bereits be- und durchdacht wurde. Diesen Schritt kann niemand für einen anderen tun. Wenn der Weg vor einem schon mit flauschigen Decken und Kissen ausgepolstert ist und einem nur noch dieser eine Schritt zu tun bleibt, der einem den Traum etwas näher rückt, muss man springen.

Er hat diesen Absprung nicht geschafft. Und mich dadurch mehr als nur verletzt und enttäuscht. Allerdings versuche ich mich von diesem Gefühl wieder zu distanzieren, denn hier wurden meine eigenen Erwartungen nicht erfüllt ...

Wenn ich gebe, erwarte ich eigentlich nichts zurück. Nur Ehrlichkeit, das wünsche ich mir. Wenn ich jemandem helfe, dann erwarte ich den Respekt, dass dieser Mensch ehrlich zu mir ist. Mir sagt, wenn ihm etwas nicht passt. Mir sagt, wenn es zu viel ist, zu schnell geht. Mir sagt, wenn er seinen Traum doch nicht verwirklichen will. Das erfordert aber auch eine gewisse Ehrlichkeit zu sich selbst und die Fähigkeit, Kritik anzunehmen.

Was ich bekommen habe, waren Lügen und Ausreden. Mein Vertrauen wurde missbraucht, persönliche Grenzen überschritten. Immer und immer wieder. All die Worte, all die Zeit, all die Energie, die ich gegeben habe, um zu helfen, wurde mir genommen. Und das hat mich kurz vor der Veröffentlichung so ausgelaugt, dass ich keine Kraft mehr hatte, mein Team zu motivieren. Dass ich manchmal so ruppig war, so gestresst und genervt, weil ich so viele andere Dinge aufgeschoben habe, die eigentlich zu tun waren. Ich setzte mich selbst unter Druck. Und meine Stimmung weckte auch Angst, nicht in mir, sondern in meinem Liebsten. Würde unsere Beziehung diesen Druck, diese Situation verkraften?

Ja. Unsere Beziehung hat es nicht nur überstanden, sondern wurde dadurch auch gestärkt. Und auch ich bin verändert aus der Situation herausgetreten, auch wenn sie noch nicht ganz überstanden ist. Sowas geht nicht von heute auf morgen.
Ich für meinen Teil, versuche Abstand zu gewinnen. Von dem Menschen, der mir Energie nimmt, die ich gebe, um zu helfen. Denn ich habe verstanden, dass das nicht meine Baustelle ist. Menschen müssen selbst ihren weg gehen. Ich kann helfen und ermutigen, motivieren und inspirieren. Was ich aber nicht möchte, ist dass meine Träume, Wünsche und Ziele auf der Strecke bleiben. Ich kann nicht immer nur geben, sondern muss auch an mich denken. Daher ist es wichtig, seine eigenen Grenzen zu kennen und zu verteidigen.

Ich werde meine Schreibzeit nicht mehr für Menschen geben, die ein Endlosprojekt sind, weil sie am Ende doch nicht springen, weil sie weiterhin in ihrer Traumwelt leben wollen und sich da pudelwohl fühlen. Wenn ich nichts ändern kann, dann werde ich es nicht mehr versuchen - auch wenn es wehtut, die Menschen unglücklich in ihrem unveränderten Leben unglücklich zu sehen, obwohl man es so leicht ändern könnte. Ich muss akzeptieren, dass nicht jeder diesen Schritt gehen kann, den ich so klar und deutlich sehe, weil es nicht für jeden so leicht ist, wie für mich. Einfach loslaufen hat mir so viel gegeben. Nicht darüber nachzudenken, was schief gehen kann. Einfach laufen. Manche Menschen können es einfach nicht. Und ich kann es nicht für sie tun.

Ich werde meine Kraftreserven für die Projekte einsetzen, die ich liebe und hinter denen ich stehe. Ich werde mir wieder mehr Zeit für mich (heraus-)nehmen, ohne mich bei anderen dafür verteidigen zu müssen. Ich werde mir bewusst Zeit für Menschen nehmen, die mir gut tun, und auch mal keine Zeit für Menschen haben, die mir (wissend oder unwissend) Energie rauben, denn dafür bin ich mir zu schade. Ich gebe nicht meine Träume auf, nur um die Träume der Menschen, die noch nicht soweit sind, zu betreuen.

Und ein Satz, den ich vor ein paar Tagen in dem Buch Meditation von Ajahn Brahm gelesen habe, begleitet meine Gedanken immer und immer wieder:

Nicht meine Sache.

Manchmal ist es so einfach. Deswegen entscheide ich mich bewusst dafür, was meine Sache ist und was nicht. Und der Traum von dem anderen Menschen ist einfach nicht meine Sache. Ich habe mein Möglichstes getan, um zu helfen, aber jetzt ist es nicht mehr meine Sache.


In diesem Sinne: Passt auf euch auf! ♥

Kreatives Tief und Life-Update



Seit ein paar Tagen kribbelt es mir so dermaßen in den Fingern, dass ich nicht mehr anders kann, als endlich wieder zu bloggen. Es hat mir so sehr gefehlt, aber in den letzten Wochen hatte ich weder Zeit noch Lust dazu. Was soll ich sagen, ich hatte einfach verdammt viel zu tun ...

Das, was ich eigentlich nicht wollte, ist endlich passiert

Es klingt wirklich paradox, dass ich mich seit Monaten auf etwas gefreut habe, von dem ich dachte, dass ich es nie wieder wollte. Schon zu Beginn des Jahres hat es sich angebahnt und nun ist es endlich soweit: Ich wohne nicht mehr alleine. Mein Liebster ist zu mir gezogen <3

Die nächsten Wochen sollten also vor allem deswegen etwas entspannter werden, da der Umzug jetzt gelaufen ist und wir nicht mehr so viel zu tun haben.

Kreatives Tief

Irgendwie waren die letzten Monate nicht sehr kreativ - jedenfalls habe ich das Gefühl. Es hängt natürlich alles sehr viel mit dem Privatleben zusammen, das meinen Alltag ziemlich durcheinandergewirbelt hat. Aber das ist nicht schlimm, denn genauso wie ich das Bloggen vermisse, vermisse ich auch die Arbeit an meinen Projekten. Meinen, denn es gibt ja noch so viel anderes.
Seit der Buchmesse in Leipzig haben Lia und ich an einer NaNo-Box geplant und auch das Schreibmeer werkelt schon seit einem Jahr an einer neuen Anthologie. Das ist alles natürlich sehr aufregend und spannend, aber wenn alles zusammen kommt auch sehr auslaugend. Aber dazu später mehr.
Klar steht auch noch ein eigenes Projekt an, aber es ist kein Romanprojekt und danach dürstet es mir gerade förmlich. Leider sah es auch im Social-Media-Bereich bisher eher mau aus in den letzten Wochen, doch auch dort kehrt die Motivation wieder zurück.

Einfach mal neu schwung holen - daran habe ich sehr oft gedacht. Ich verspürte den Wunsch, mich zurückzuziehen, um dann mit einem Hops zurückzukehren. Mal sehen, was daraus wird ... Vielleicht bin ich irgendwann einfach mal weg xD


So viel also bisher von mir. Ich taste mich langsam wieder an alles heran und versuche, in einem entspannteren Alltag Fuß zu fassen.

Noch eine Tasse Tee?

der Supergau - oder: bei mir läuft auch nicht immer alles super

Username: tinkabeere Zwar nutzte ich diesen Namen zuvor schon privat für meinen Facebook-Account, allerdings begann im Mai 2013 mit ...