Netflixserie: Grace and Frankie

Worum geht's?

Zwei Frauen, die gegensätzlicher nicht sein können werden von ihren Männern, die zusammen ein Verhältnis haben, verlassen. Nun müssen sie sich miteinander und mit ihren zerbrochenen Leben arrangieren und das ist manchmal gar nicht leicht, denn mit ihren Persönlichkeiten treffen ein spießiger und alternativer Lebensstil aufeinander. Trotzdem raufen die beiden sich immer wieder zusammen und durchleben die unterhaltsamsten "Abenteuer".

Was mag ich besonders gerne?
Frankie. Sie ist so, wie ich später gerne sein möchte: Eine extrem entspannte Hippie-Oma. Außerdem liebe ich das Haus, in dem die beiden Frauen leben. Die perfekte Lage am Stand und die Einrichtung ist mega gemütlich.

Was mag ich nicht so sehr?
Ich finde die Beziehung zwischen Sol und Robert manchmal etwas unauthentisch, aber das stört nicht sehr ...

Empfehlung?
Auf jeden Fall! Die Serie ist kurzweilig und unterhaltsam. Außerdem greift sie gesellschaftskritische Themen wie Homosexualität auf.

Extra
Ich kann es kaum noch erwarten, denn am 19. Januar erscheint die 4. Staffel auf Netflix.

Autorenleben im Januar | Update 1/2018



Stillstand.

Genau dieses Gefühl hatte ich im letzten Jahr, was das Schreiben betrifft. Da trifft es sich gut, dass kürzlich ein Jahreswechsel anstand und es legitim ist, sich einen Neustart zu gönnen. Ich meine damit nicht, dass das letzte Jahr schlecht war - ganz und gar nicht - allerdings brauchte ich viel Kraft und Zeit, um diese Zeit zu meistern. An schreiben und lesen war da eher weniger zu denken, auch wenn ich wollte. Ganz nebenbei und unabsichtlich habe ich als ein Schreib-Sabbat-Jahr eingelegt.

Mit viel Motivation ging es im letzten Jahr an die Vorbereitung für mein 2018 - mein Schreibjahr, in dem ich endlich, endlich meinen Debütroman schreiben soll. Tatsächlich fühlt sich dieses Jahr auch energiegeladener an als der Beginn des letzten, in das ich mehr oder weniger kraftlos und ausgezehrt aus dem Jahr 2016 hineingestolpert bin.

Ich habe begonnen, meine Webseite zu überarbeiten und mehr auf das, was kommt abzustimmen. Mein Augenmerk liegt nun auch optisch auf dem Jugendbuch- und Fantasybereich. Die Veröffentlichung meines Schreibkalenders war der Selbst-Tritt in den metaphorischen Hintern, den ich mir selbst gegeben habe, meinen Schreiballtag wieder besser und effektiver zu strukturieren. All die Dinge, die ich in 2017 gelernt habe, alle Erfahrungen und Eindrücke fließen mit hinein und nach und nach versuche ich inspiriert durch andere Autoren meinen Weg mit dem Schreiben und Alltag zu finden. Der Bereich Social Media bleibt bei einer gedanklichen Umstrukturierung nicht aus und so flog die App Twitter komplett von meinem Smartphone. Das Gezwitscher von mir bleibt bisweilen aus, da ich dies nur sporadisch getan habe. Vielleicht melde ich mich zu dem einen oder anderen Schreibmonat und dann vom PC aus zurück - wer weiß. Ebenfalls gehen durfte die Pagemanager-App von Facebook - ich empfand sie zuletzt als sinnlos, speicherplatzraubend und zunehmend unter Druck setzend. Da ich die normale Facebook-App nutze, bekam ich auch Benachrichtigungen doppelt und dreifach - und könnte sie nicht einfach mit einem Klick als erledigt markieren sondern musste dies an den unterschiedlichsten Stellen tun. Facebook ist insgesamt eher eine kleine Baustelle, da ich mir im Moment noch unsicher bin, wie ich das Netzwerk nutzen möchte. Ganz im Gegensatz zu Instagram. Dort blühe ich im Moment richtig auf und tobe mich täglich (teilweise mehrmals) aus. Es macht Spaß, ich liebe die Interaktion mit anderen Nutzern, in die ich mittlerweile wieder gern Zeit investiere.

Bleibt die Frage, was ich mit der Teestube anstelle, wenn der Großteil meines Internetlebens sich nun auf Instagram abspielt. Dessen Antwort lest ihr genau in diesem Moment. Ich habe mich dazu entschieden, wieder ausführliche Updates über mein Autorenleben zu geben, um anderen eine Inspiration zu sein und auch Mut zu machen, ihren Weg zu gehen. Ganz leise feierte die Teestube übrigens im letzten Dezember ihr fünfjähriges Bestehen. Noch ein Grund mehr, sie nicht verstauben zu lassen, sondern hier, wo alles begann, meinen Gedanken wieder vermehrt freien Lauf zu lassen.

Übers erwachsen werden und erwachsen sein



Früher habe ich mir oft vorgestellt, wie es ist, erwachsen zu sein. In meiner Phantasie malte ich mir aus, wie mein Haus auszusehen hatte und mein Garten. Ein kleines Paradies nur für mich am Meer und direkt nebenan ein Wald. Natürlich hatte ich auch Pferde und Hunde und Hühner (weil die einfach mal ziemlich cool sind), natürlich auch eine Kuh (auch cool) und selbstverständlich einen Esel (weil die soooo süß sind). Ich erinnere mich noch gut, wie ich bei meiner Oma auf dem großen Sessel sitzend den Grundriss meines Gehöftes gezeichnet habe. Und wenn ich mit meinen Barbies gespielt habe, lebten sie in genau so einem Haus mit großer Küche (hinter der Spüle ein Fenster 😍).

Jetzt bin ich erwachsen, auf die eine oder andere Art. Die Sache, an dem ich die neu gewonnene Freiheit durch meinen Auszug von zu hause am meisten bemerkte, war die, dass ich den Geschirrspüler dann ausräumen durfte, wann ich wollte. Niemand meckerte, wenn nicht schon das kochend heiße, noch nasse Geschirr im Schrank stand oder ich zwei Tage brauchte bis die Maschiene leer war.
Mit dem Erwachsen werden und Auszug kamen auch andere Dinge hinzu, die ich nach und nach lernen musste. Mit dem Geld klarkommen, das mir zur Verfügung stand, Versicherungen abschließen, einkaufen gehen (ja, die Lektion, dass man am Sonntag nichts außer Toast im Schrank hat - am besten vor einem Feiertag am Montag -, müssen wir alle lernen 😅).
Wie ihr seht, lebe ich noch. Und das seit nunmehr siebeneinhalb Jahren nicht mehr zu Hause. Auch in letzter Zeit mache ich mir wieder viele Gedanken übers erwachsensein. Zwangsläufig habe ich mit vielen altersmäßig erwachsenen zu tun, aber manchmal kommen sie mir gar nicht so erwachsen vor.

Zum Beispiel hatte ich einen Kunden, der Zigaretten kaufen wollte. (Brotjob mäßig bin ich quasi im Einzelhandel unterwegs) Da er noch ziemlich jung aussah - ich bin gesetzlich dazu verpflichtet -, habe ich ihn nach dem Ausweis gefragt. Leicht genervt teilte er mir mit, dass er diesen nicht dabei hätte, aber schon über 18 wäre. Als ich ihm die Zigaretten nicht verkaufen wollte, war er ziemlich angepisst, meinte sogar, dass er stoned wäre und das ja wohl nicht so sei, wenn er noch nicht 18 wäre. Ich blieb hartnäckig.
Bei seinen nächsten Einkäufen würdigte er mich keines Blickes und kaufte brav seinen Eistee. Irgendwann hatte er dann seinen Ausweis dabei und er bekam sein Rauchzeug 😅
Das ist nun einige Wochen her, trotzdem kommt er regelmäßig vorbei und er wird von mal zu mal netter, ja fast freundlich, grüßt und hat sich vorhin entschuldigt, weil ihm etwas von seinen Einkäufen vom Arm gefallen ist und dabei ein bisschen Lärm gemacht hat.
Ich bin auch nett zu ihm, er bekommt wie jeder andere Kunde ein Lächeln von mir, wenn ich kassiere.

Das ist für mich erwachsenes Verhalten.

Andere Situation mit meiner Kollegin. Sagen wir mal so, wir sind etwas aneinandergeraten. Sie hat mich in unangemessener Lautstärke vor unseren Kunden zurechtgewiesen, weil sie meine Hilfe ihr gegenüber missverstanden hat. Sie wollte partout nicht verstehen, worum es mir ging und dachte die ganze Zeit, dass ich ihr die Schuld zuschieben will. Zudem hat sie einige zweifelhafte Ansichten, was den Umgang mit den Kunden angeht, dabei hat sie vermutlich die zwanzigfache Erfahrung mit Kunden wie ich, die gerade mal ein Jahr Berufserfahrung hat.
Nachdem meine Schicht nach dem "Vorfall" zu Ende war, war auch das Thema für mich erledigt. Ich rede zwar nur noch das Nötigste mit ihr, aber ich grolle nicht. Im Gegensatz zu ihr: Sie schreibt mir, sie kann nicht schlafen, weil ich sie an den Chef verpetzt habe und die Tatsachen verdrehe. Ich bin mir bei zweiterem keiner Schuld bewusst, denn ihr Verhalten ist dem Chef und den anderen Kollegen bereits bekannt ...

Eindeutig kein erwachsenes Verhalten, kindisch, würde ich fast sagen. Aber nur fast, denn kindisches Verhalten ist für mich etwas anderes. Das, was meine Kollegin zeigt, ist eher pubertäres Verhalten. Jeder muss da durch und manchmal ist es tatsächlich so, dass man sich von der Welt nicht verstanden fühlt. Doch mit dem Erwachsenwerden, wird man meist reflektierter. Das ist ein Prozess, der Anfang zwanzig bei mir passierte und sich vermutlich bis heute fortsetzt.
Klar haben Kinder auch mal ihre Bockphasen, doch sie verzeihen und vertrauen schnell. Sie haben keinen Teenagerstolz, der sie dazu bringt, recht haben zu müssen. Sie lassen die Dinge gut sein, sie wollen abends zwar nicht gern schlafen, aber dafür sehen sie jeden neuen Tag mit freudiger Erwartung entgegen. Sie wollen Dinge entdecken und ergründen. Ein Verhalten, dass ich mir bei Erwachsenen mehr wünschen würde. Mehr Vergeben und weniger eigenen Stolz, aber auch das (erwachsene) Wissen, wann es gut ist, eine Sache oder jemanden aufzugeben mit der kindlichen Beharrlichkeit den Dingen und Menschen gegenüber, für die es sich lohnt. Den Blick für das Wesentliche, für die Dinge, die man sich wirklich wünscht, die es wert sind, dass man hart für sie arbeitet.

Oh du fröhliche - Update und Blick in die Zukunft



Einige Zeit ist schon wieder ins Land gegangen, seit ich das letzte Mal gebloggt habe. Das sind immer die Phasen des Lebens, in denen viel passiert und man nicht dazu kommt, darüber zu schreiben.
Nun stecken wir also schon mitten in der Weihnachtszeit und heute stelle ich überrascht fest, dass ich tatsächlich ein Weihnachtslied mitgesungen habe. Heute ist der 7. Dezember, ich weiß allerdings nicht, wann ich es schaffe, diesen Beitrag online zu stellen. Wenn das Leben spielt, wie ich es mir denke, schaffe ich es frühstens am Sonntag. Dann ist schon der 2. Advent und irgendwie Halbzeit. Auch wenn es nur drei Tage sind, passiert bis dahin eine ganze Menge. Ich erreiche einen weiteren großen Meilenstein meiner Autorenkarriere und veröffentliche mein fünftes Buch.
An dieser Stelle resümieren ich für mich selbst, um zu lernen, dass ich stolz auf das sein darf, was ich erreicht habe, und für diejenigen, die es (noch) nicht wissen.


Buch eins: Bloggen Guide - Tipps für Anfänger, Buchblogger und Autoren

Erschienen im Herbst 2015 fasste dieser Ratgeber alles über das Bloggen zusammen, was ich mir darüber angelesen und ausprobiert hatte. Außerdem umfangreiche Tipps zum Umgang im und mit Social Media. Ausgangspunkt für dieses Herzensprojekt waren die vielen Fragen, die sich irgendwann doppelten und ich ahnte, ich konnte und wollte den ganzen Fragen irgendwann mit den immer gleichen Antworten gegenüberstehen. Und bevor mir die gute Laune und Euphorie zu dem Thema schwinden konnte, schrieb ich dieses Buch. Nein, ich schrieb nicht - es floss förmlich aus mir heraus.


Buch zwei: Gedanken bei Kerzenschein

Die erste Anthologie des Schreibmeer erschienen im Dezember 2015. Beigetragen habe ich die Geschichte "Der Nussknacker und das Mädchen". Damals steckte ich mitten in meiner Bachelorarbeit über Hans Christan Andersens Märchen ... vielmehr sollte ich drin stecken ... und ließ mich also märchenhaft inspirieren. Außerdem habe ich das Büchlein herausgegeben.


Buch drei: 30 Tage Schreibchallenge

Pünktlich zum NaNoWriMo 2016 brachte ich dieses quirlig süße Büchlein heraus. In seiner Aufmachung spiegelt es mich selbst total wieder und ich freue mich, zu lesen wie sehr es anderen Autoren geholfen hat.
Im Grunde beinhaltet es einen ersten Überblick über die zahlreichen Arten, wie man eine Geschichte schreiben kann und begleitet den Autor 30 Tage lang auf dem Weg zu seiner Geschichte.


Buch vier: Gruselmeer - schaurig schöne Kurzgeschichten

Diese Geschichtensammlung erschien erst im Oktober diesen Jahres, dem ich die Geschichte "Carnivorenexpress" beigegeben habe. Inspiriert durch einen Traum begleitet mich die Geschichte schon seit einigen Jahren, doch die richtige Gelegenheit, sie zu Papier zu bringen, bot sich erst mit diesem Projekt.


Buch fünf: Schreibkalender 2018

Schließlich mein aktuellstes Buch, eine Mischung aus Kalender und Ratgeber für Autoren. Sie können hiermit ihr Schreibjahr planen, einzelne Phasen der Autorenarbeit festhalten und täglich Gedanken, Wortzahlen, Zitate und vieles mehr in ihm festhalten.


Das Jahresende ist also bald gekommen und mir ist danach, ein Fazit für mich zu ziehen, wie es im nächsten Jahr und generell mit dem Schreiben für mich weitergehen soll. Obgleich ich eigentlich, ganz eigentlich Jugendbücher schreiben möchte, ist eine gewisse Tendenz zu erkennen und ich kann nicht leugnen, dass es mir eine Herzensangelegenheit ist, anderen Menschen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Genau das wird immer so für mich bleiben. Wie die nächsten Ratgeberprojekte aussehen werden, weiß ich noch nicht, aber sie werden sicher nicht lange auf sich warten lassen.

Mit den Kurzgeschichten habe ich gedanklich vorerst abgeschlossen. Ich konnte mich noch nie wirklich kurzfassen und will zu viel auf einmal, als dass es in kurze Texte passt. Dies ist kein "nie wieder", aber ein "vorerst nicht mehr".

Im nächsten Jahr wird meine Priorität auf meinen Jugendbücher liegen. Genauer gesagt einem. Was es ist, werde ich euch an dieser Stelle nicht verraten. Ich gebe mir ein Jahr, um mich fokussiert darauf zu konzentrieren. Den genauen Plan könnt ihr im Schreibmeer nachlesen, wenn ihr möchtet.

Hier erlaube ich mir einen kleinen Hinweis auf meine Facebookgruppe, für alle, die mich verstärkt unterstützen und noch früher von meinen Projekten erfahren möchten.

Nun wünsche ich euch (vermutlich ist ja Sonntag) einen schönen 2. Advent 🤗

Zeitmanagement für Autoren



Immer wieder ertappe ich mich selbst dabei, dass ich spät dran bin oder doch etwas mehr Zeit brauche, als gedacht. Zeitmanagement scheint das Allheilmittel zu sein. Schon vor Jahren habe ich dazu einen Workshop besucht, allerdings hat es einige Zeit gebraucht, bis ich die Dinge wirklich verstanden habe, die ich dort gelernt habe. Besonders im letzten Jahr sind mir einige Dinge bewusst geworden, die ich hier mit euch teilen möchte.

Tipp 1: man kann Zeit nicht managen

Ja, auch ich bin dem Mythos aufgesessen, habe Zeitmanagement-Workshops besucht. Aber nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich verstanden habe: Man kann Zeit nicht managen. Witzige Vorstellung, etwas kontrollieren zu können, das man weder vervielfachen noch speichern oder verschenken kann, ohne weniger oder mehr davon zu haben. Zeit ist einfach da und ich persönlich glaube, das ist das große Geheimnis. Man muss die Zeit einfach nehmen, wie sie kommt. Sie ist nicht der Feind, dem man hinterher jagen muss, man kann sie nicht finden. Sie ist einfach da – überall und allgegenwärtig. Darum hat man auch immer Zeit ;-)

Tipp 2: das wichtigste zuerst tun

Gestern habe ich euch ja erklärt, warum man immer Zeit hat ;-) In den nächsten Tagen werde ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr die Zeit, die ihr sowieso schon habt, richtig nutzen könnt. Lange Zeit habe ich mich mit den „unwichtigen“ Dingen des Lebens aufgehalten, Dinge, durch die ich zwar das Gefühl hatte, etwas getan zu haben, die mich aber nicht weitergebracht haben. Gegen meinen Willen, weil ich lieber Dinge mache, die mich spontan ansprechen, und ganz mühsam habe ich verstanden, dass ich so auf Dauer nicht weiterkomme. Ich muss Prioritäten setzen. Ihr alle kennt doch sicherlich die Geschichte mit dem Professor, der ein leeres Glasgefäß vor seine Studenten stellt und zunächst die großen Steine, dann kleinere Steine, als nächstes Sand und schließlich noch ein Bier dazu kippt …

Tipp 3: die Zeit limitieren

Zeit ist relativ – ich glaube daran, dass sie sich ausdehnt und zusammenzieht, ohne dass wir Menschen darauf viel Einfluss haben. Warum sollte die Deutsche Bahn sonst so oft mit Verspätungen zu tun haben, wenn die Züge länger sind als die Zeit, brauchen sie nun mal auch länger, um von A nach B zu kommen :D Spaß bei Seite. Auch wenn ich in meinem ersten Tipp gesagt habe, dass man Zeit nicht managen kann, kann man die Zeit künstlich begrenzen. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz und ich habe es selbst schon zu oft am eigenen Leib erfahren dürfen, dass das Tun einer Sache genau so lange dauert, wie du dir Zeit dafür nimmst. Konzentriere dich also für einen bestimmten Zeitraum nur auf eine Sache (übrigens wurde Multitasking auch bei Frauen (!) als Mythos enttarnt). Das steigert die Produktivität und dir bleibt Zeit für andere Dinge.

Tipp 4: schreibe immer zu Beginn des Tages

Ich bin ein absoluter Abendschreiber, so mit Schoki und Kerzen und so. Und ich muss Frühstücken, ohne gehe ich nicht aus dem Haus. Eine Tasse Tee zum Schreiben ist echt schön, ich muss es mir ja gemütlich machen. Vielleicht kommen euch die Sätze aus meinem Bingo bekannt vor, denn ich nutze sie selbst sehr gerne. Allerdings habe ich gemerkt, dass das mit dem Schreiben gar nicht mal so schlecht läuft, wenn es die erste Sache ist, die ich am morgen mache. Der Grund dafür ist, dass ich mich nicht selbst belügen kann. Ja, richtig gehört, wer macht das nicht hin und wieder ganz gerne? Ich glaube doch tatsächlich, dass ich abends ausreichend Zeit zum Schreiben „finde“, nachdem ich all die anderen wichtigen Dinge getan habe. Haha! Nein, so ist es nicht, ich habe meinen Tag mit so vielen Kleinigkeiten gefüllt, dass fürs Schreiben tatsächlich keine Zeit mehr übrig bleibt. Außerdem arbeite ich in meinem Brotjob größtenteils abends, mein Liebster möchte vielleicht auch lieber die Abendstunden mit mir verbringen und ich habe gemerkt, wenn ich morgens noch vor allen anderen Dingen schreibe, bin ich noch in einer Art Schlafphase, in der es mir ganz leicht fällt, ohne nachdenken zu schreiben. Ich lasse die Wörter einfach nur aus mir herausfließen, ohne einen Moment über all die anderen Dinge nachzudenken, die ich im Verlauf des Tages noch zu tun habe. Und dann kann ich laufen gehen, frühstücken und den Tag starten …

Tipp 5: Schreiben ist wichtig!

Wenn ihr die Tipps der letzten Tage (besonders des letzten) beherzigt habt, dann wird euer Umfeld zwangsläufig merken, dass ihr es mit dem Schreiben ernst meint. Mein Liebster zeigt mir regelmäßig den Scheibenwischer, wenn ich bereits morgens am PC sitze, noch bevor er oder ich ein Wort herausgebracht haben. Genau das meine ich nicht (obwohl die Kommunikation „Schreiben ist wichtig!“ mit den Mitmenschen durchaus wichtig ist – sobald sie wach sind). Wie sieht es mit dir aus? Wie wichtig ist dir das Schreiben?

Tipp 6: Pläne machen

Dass ich ungeplant ziemlich faszinierende Dinge zustande bringe, weiß ich zwar schon lange, jedoch überrascht es mich jedes Mal aufs Neue. Zum Beispiel ist heute im Schreibmeer ein Artikel zur Jahresplanung von mir online gegangen :-D Genau darum soll es heute gehen. Ich liebe es Pläne zu machen, denn unsinnig ist es ganz und gar nicht. Nachdem ich also für mich festgelegt habe, dass im Jahr 2018 meine höchste Priorität ist, einen ordentlichen Roman zu schreiben – das heißt eine Rohfassung und diese zu überarbeiten, damit ich für mich herausfinde, wie ich am besten das Projekt „Romanschreiben“ angehe – habe ich mir einen Plan gemacht, wie ich das angehen will. Dafür habe ich das große Projekt in kleine Teilschritte aufgesplittet und geschaut, was ich schon kann und wo ich noch Nachholbedarf habe. Die Dinge, die ich schon öfter gemacht habe, fallen mir einerseits leicht (ich weiß genau, was ich zu tun habe und die Wahrscheinlichkeit, dass ich anfange zu prokrastinieren, ist eher gering), andererseits kann ich einschätzen, wie viel Zeit ich für diesen Schritt brauche. Das gefährlichste, was man meiner Meinung nach tun kann (weil es zu Überforderung und damit zu Prokrastination führen kann) ist, sich zu viel in einem zu kleinen Zeitrahmen vorzunehmen. Ich habe das schon oft erlebt, aber wenn ihr das selbst ausprobieren möchtet, tut euch keinen Zwang an ;-) Also, macht euch einen Plan und nehmt euch ruhig mehr Zeit für Dinge, von denen ihr noch nicht wisst, wie lange ihr dafür braucht.

Tipp 7: Pausen gönnen

In sechs Tagen erschuf Gott die Welt und am siebten Tag ruhte er sich aus. Ist die Welt perfekt geworden? Ich denke schon. Zwar glaube ich nicht an den Mann auf der Wolke – mein Glaube ist etwas abstrakter –, aber es verbildlicht das, was ich meine ganz gut. Es ist wichtig, sich Pausen zu können. Im letzten Jahr habe ich sieben Tage die Woche durchgepowert. Weil ich noch keinen Brotjob und „nur“ meine Bachelorarbeit schreiben musste, ging das theoretisch ganz gut. Ab und zu gönnte ich mir Pausen und war sauer auf mich selbst, weil ich an einem Katertag nichts hinbekommen und nur auf der Couch gelegen habe, oder weil ich immer noch zu wenig geschafft hatte (auch wenn ich nicht verkatert war). Ich war nie zufrieden mit mir und dem, was ich geschafft habe. Um zu verstehen, wie wichtig Pausen sind, musste erst 2017 kommen – und eine neue Beziehung, durch die ich verstanden habe, dass ich Pausen brauche. Jetzt, am Ende des Jahres, achte ich darauf, ein Wochenende zu haben und einen Feierabend, damit ich vor meinem Brotjob noch ganz entspannt etwas essen kann. Bin ich jetzt unzufrieden mit mir, weil ich weniger schaffe? Nein, denn durch die anderen Dinge, die ich in dieser Zeit gelernt habe – schaut euch die Tipps der letzten Tage nochmal an –, habe ich definitiv an Lebensqualität gewonnen und trotzdem in einem Jahr zwei Buchprojekte realisiert.


Ich hoffe, diese Tipps helfen euch und auch mir (sollte ich sie aus den Augen verlieren) weiter, all die neuen und alten Projekte im nächsten Jahr anstehen, umzusetzen.


Den "Schreibkalender 2018" könnt ihr als Ringbuchplaner überall kaufen. Zum Beispiel auf Amazon oder direkt bei epubli.

Noch eine Tasse Tee?

Netflixserie: Grace and Frankie

Worum geht's? Zwei Frauen, die gegensätzlicher nicht sein können werden von ihren Männern, die zusammen ein Verhältnis haben, verlassen...